Schmedi hat geschrieben:
@ Stoenggi:
Du kommst auf die Sache mit den Oberst zu sprechen und forderst ihn auszuschliessen. Doch kennst du den Fall denn genau ? Kennst du den Oberst persönlich oder hast du ihn schonmal "live" erlebt? Das weitaus grössere Problem in dem Fall finde ich das die Armee keine Kenntniss davon hatte mit was er vorbelastet war. Das eine solche Tat einfach so aus dem Strafregister gestrichen wird ist für mich schlimmerals das dieser Mann Oberst wurde.
Desweiteren möchte ich zu bedenken geben das seine Tat schon viele Jahre zurück liegt. Nein ich will ihn nicht in Schutz nehmen, ich möchte nur darauf hinweisen das sich in einer so langen Zeit viel ändern kann, z.B durch Ereignisse oder Vorfälle die "Spuren hinterlassen". Und das es viele Menschen gibt die nach so etwas nochmals einen Neuanfang machen.
mfg Schmedi
Grundsätzlich spielt es eine grosse Rolle, in welcher Art und weise die Personen straffällig geworden sind.
Bewirbt sich z.B. ein Taxifahrer auf eine neue Stelle und er hat schon 2-3x den Ausweis wegen Trunkenheit am Steuer verloren, muss er dazu angaben machen. Bewirbt sich ein Ingenieur auf eine Bürostelle hat das nichts direkt mit dem Arbeitsverhältnis zu tun und er muss keine Angabe dazu machen.
In diesem Besonderen Fall habe ich mehrfache Bedenken:
1. Der Oberst hat nachweislich schon Sprengstoff (ergo Munition) von der Armee gestohlen und dann sogar gegen zivile Personen eingesetzt
2. Der Oberst hat sich mehrfach selbst verletzt um Aufsehen zu erregen.
Die Gerichte waren sich dann lange nicht einmal sicher, ob eine 100%-ige Urteilsfähigkeit vorliegt. Diese Person hat meines Erachtens massive psychische Probleme und ist eine Gefahr für sich selbst und andere. Dies kann nun zwar erfolgreich therapiert worden sein, aber dennoch möchte ich, dass eine solche Person keine Verantwortung mehr in der Armee zu tragen erhält. Es ist einfacher in der Armee an Waffen und Munition zu kommen als anderswo, warum also genau diese Möglichkeit bieten?
Warum muss eine solche Person noch eine grosse Verantwortung über eine menge Personal erhalten, wenn man um die Probleme weiss (denn wer garantiert, dass unter Stress nicht wieder solche Symptome auftreten können?). Ich lehne so etwas ab und würde mich sträuben unter einem solchen Vorgesetzten Dienst zu leisten.
Besonders bedenklich finde ich vor allem den Umstand, dass diese Person aufgrund der Verfehlungen aus der Armee entlassen wurde (das ist die einzig richtige Konsequenz!) und dann später wieder eingestellt wird. Die Armee hat ihre Personalakten und diese sind bei Entlassungen aus solch triftigen Gründen auch aufzubewahren. Ich kann nicht verstehen, wie die Armee sich hinstellen kann und offen zu Protokoll gibt, dass sie keine Kenntnisse ob der kriminellen Vergangenheit des Oberst hatte. Wenn die Armee schon das nicht weiss, hergott, was weiss sie dann? Mit genau solchen Fehlern verspielt die Armee Tag um Tag die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz in der breiten Bevölkerung.


